Kleingartenverein 5 "An der Linne" e. V., Leinefelde
 
 
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Montag 19. August 2019 | 6:38 MEZ 
  
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Automatic Position Reporting System / APRS

 » Regeln zur Baken-Aussendung
 » APRS-Symbole und SSID’s
 » der mobile APRS-Sender bei DO5ALF
 » APRS-Kartenmaterial für verschiedene Programme



Was ist APRS ?
APRS (Automatic Position Reporting System) ist eine spezielle Variante von Packet Radio.
APRS wurde 1992 von Bob Bruninga (WB4APR) entwickelt und in einer ersten Implementation als APRSdos vorgestellt.
Inzwischen haben sich in den USA mehrere tausend Amateure für APRS begeistern lassen.
Selbst ein riesengroßes APRS-Netzwerk benötigt lediglich eine einzige Frequenz auf welcher unprotokollierte (UI) Daten-Pakete verschickt werden (ohne Connect).
Es besteht die Möglichkeit, die Information via mehrere Digipeater mit gleichem Alias über eine definierbare Distanz regional zu verbreiten.
Auf Kurzwelle kann die Information überregional und via Anbindung ans Internet global verteilt werden.

Welche Möglichkeiten bietet diese neue Betriebsart?
Ganz allgemein lassen sich mit diesem Protokoll Informationen und Messwerte jeder Art verbreiten.
Jede messbare physikalische Größe ist mit dieser Technik fernerfassbar und den Möglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt.
Mit der heute als Shareware schon vorhandenen Software lassen sich bereits folgende Informationen erfassen, visualisieren und auswerten:

1). Die geographische Position von Fixstationen, aber auch die Routen von beweglichen Amateurfunkstationen lassen sich auf einer Landkarte auf dem Bildschirm eines Computers darstellen.
Mobile Stationen benötigen zur fortlaufenden Positionsbestimmung einen Satelliten-Navigationsempfänger (GPS).
Das APRS-System kann auf Fahrzeugen aller Art eingesetzt werden, auch auf Flugzeugen (Modelle!), experimentellen Stratosphärenballons und Raumfahrzeugen (ISS hat APRS an Bord).

2). Ebenfalls einfach ist das Verbinden der APRS-Station mit einer elektronischen Wetterstation, mehrere gängige Softwarevarianten können Wetterdaten graphisch darstellen.
Aktuelles Wetter und lokaler Wetterverlauf bei jeder derart ausgerüsteten Amateurfunkstation sind für alle Stationen jederzeit ersichtlich (z.B. Temperatur, Luftdruck, Regenmenge, Windgeschwindigkeit und Windrichtung).
Jede Station kann auch Objekte aller Art (z.B. Wetterphänomene, Gebäude usw.) definieren, welche dann auf dem Bildschirm aller mithörenden Stationen an der vorgesehenen Position auftauchen.

Mit einem Doppler-Peilempfänger können Peilstrahlen auf den Bildschirmen aller zuhörenden Stationen sichtbar gemacht werden.
Mehrere Peilungen ergeben sofort eine Lokalisation des Senders auf der Karte am Schnittpunkt der Peilstrahlen.
Die Überwachung der aktuellen Propagationssituation ergibt sich von selbst, sobald die Dichte der APRS Stationen hoch genug ist.
Auf der Karte ist klar ersichtlich, wie sich die momentane Ausbreitungssituation auf dem aktuellen Frequenzband präsentiert.

APRS-Frequenz:
In Europa wird überwiegend die Frequenz 144.800 MHz für den APRS-Betrieb genutzt.

Übersicht der zur Verfügung stehenden Symbole...
 
 Nr.      Icons – Haupttabelle
1-12 
13-24 
25-36 
37-48 
49-60 
61-72 
73-84 
85-96 
 
 
 Nr.      Icons – Alternativtabelle
1-12 
13-24 
25-36 
37-48 
49-60 
61-72 
73-84 
85-96 


SSID’s für die einzelnen mobilen
A.P.R.S.-Stationen:

 
SSID   Icon
0   Kein Icon
1   Ambulanz
2   Bus
3   Feuerwehrzug
4   Fahrrad
5   Yacht
6   Helikopter
7   Kleines Flugzeug
8   Motorschiff
9   Auto
10   Motorrad
11   Ballon
12   Geländewagen
13   Wohnmobil
15   Kleinbus, Kastenwagen, Van
  

Wie funktioniert der Positionsreport mit TinyTrak?

Zur Übertragung der Positionsdaten benötigt man ein Minimodem
sowie ein Funkgerät und GPS.


 
Hier sind einige Regeln und Grundsätze nach denen der PacketPath im APRS-Betrieb eingestellt werden muss. Die Regeln stammen von Bob Bruninga (WB4APR) dem "Erfinder" von APRS. Insbesondere in den Gebieten in denen jetzt schon viel APRS-Betrieb auf der 144.800 stattfindet müssen diese Regel beachtet werden. Ansonsten für dies zu einem großen Durcheinander...
 
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PacketPath erlaubt und nicht erlaubt:
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* Benutze einen WIDE-Digi eher als einen RELAY-Digi, falls Du einen WIDE-Digi direkt hörst.
 
* Mache Deine Station zu einem RELAY, wenn Du ein WIDE direkt arbeiten kannst und keine andere Station in Deiner Reichweite dasselbe macht.
 
* Prüfe Deine Liste der empfangenen Stationen, um zu sehen, welche Du direkt hören kannst.
 
* Benutze aktuelle Rufzeichen, insbesondere wenn Du mehr als ein RELAY-Digi hörst, aber keinen WIDE. Beispiel: DD1AAA,WIDE,WIDE
 
* Benutze auf KEINEN Fall folgende PacketPath:
 
WIDE,WIDE,WIDE: Nach dem zweiten WIDE wird das Signal von dem erste WIDE ein zweites Mal ausgesendet. Dies führt zu unnützer Bandbelegung und Schneelawineneffekten.
 
WIDE,RELAY: Verursacht das alle RELAY-Stationen Dein APRS-Signal erneut aussenden. Sehr schlechte Idee.
 
GATE: siehe oben.
 
*Stelle KEINEN WIDE-Digi auf, wenn Du Dir nicht 100prozentig sicher bist, das Du die Lage für eine WIDE-Digi hast und keine anderen WIDE-Digis in Deiner Gegend sind, es sei denn Du planst den WIDE im 24 Stunden Betrieb laufen zu lassen.
 
*Nimm diese Regeln nicht als unumstößliches Prinzip. Die Umstände ändern sich von Ort zu Ort und eventuell mußt Du diese Regeln außer acht lassen. Aber BITTE prüfe dies erst mit Deinen APRS-Nachbarn !
 
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Es gibt mehrere Richtlinien, wie der PacketPath zu setzen ist:
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1. Benutze NIEMALS 3 von denselben Alias wie z.B. WIDE,WIDE,WIDE. Dieses führt zu einer gewaltigen Wiederaussendung von APRS-Packeten. In manchen Fällen genug, um ein Netzwerk lahmzulegen.
 
2. Wenn Du in Deinem PacketPath GATE mitbenutzt, erlaubt dies die Benutzung von Gateways von VHF nach HF oder irgendwo anders hin. Benutze NIEMALS mehr als ein GATE in dem PacketPath.
 
3. RELAY sollte als PacketPath benutzt werden, wenn Du eine neue APRS-Station bist. Wenn Du herausgefunden hast welcher PacketPath in Deiner Gegend sinnvoll ist, benutze RELAY nicht mehr.
 
4. RELAY sollte NIEMALS an einer anderen Stelle stehen, außer an der ersten Stelle im PacketPath.
 
5. Benutze im PacketPath NIEMALS ein RELAY nach einem WIDE.
 
6. In einem Einzugsgebiet sollten nicht mehr als 2 Digis mit dem Alias RELAY betrieben werden. Mehr als 2 Digis können ein bis zu 27faches wiederholen der APRS-Packete andere Benutzer hervorrufen. Wenn Du 2 Digis mit einem Alias RELAY hörst, setze Deine APRS-Station nicht als RELAY-Digi ein.
 
7. In einem Einzugsgebiet sollten nicht mehr als 2 Digis mit dem Alias WIDE betrieben werden. Wenn Du mehr als ein WIDE hörst, setze Deine APRS-Station NICHT als WIDE-Digi ein.
 
8. RELAY,WIDE,WIDE sollte NIEMALS von einer APRS-Heimstation verwendet werden. Aber es ist eine gute Wahl für eine mobile oder portabel Station.
 
Anmerkung:
Die APRS-Stationen bei mir in der Umgebung benutzen folgende PacketPath-Einstellungen. Diese Einstellungen halte ich persönlich als sinnvoll. Insbesondere bei dem Einsatz von intelligenten Digipeatern.
 
Heimstation - WIDE,WIDE,TRACE5-5 Digibake - WIDE,WIDE,TRACE5-5 portable/mobil Station - RELAY,WIDE,WIDE,TRACE5-5 Bakenintervalle: Heimstation - 30 min Digibake - 30 min Wetterstation - 5 min portable/mobil Station - 30 sek. bis 2 min (je nach Betriebsaufkommen)
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